Eine unmögliche Reise
Während sie im Wohnzimmer saßen, das er als Kind verlassen hatte, erzählte Timothy (der sich jetzt „Leo“ nannte) eine Geschichte, die unmöglich zu glauben schien.

An jenem Tag hatte ihn die Strömung tatsächlich mitgerissen. Er schrie, aber die Wellen waren zu hoch. Gerade als er vor Erschöpfung das Bewusstsein verlor, wurde er von einem alten Fischkutter entdeckt. Die Besatzung sprach kein Englisch; es war ein Schiff auf dem Weg nach Kuba.
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Aufgrund einer schweren Kopfverletzung und des Schocks hatte der kleine Timothy sein Gedächtnis verloren. Er erinnerte sich weder an seinen Nachnamen noch an seine Adresse oder gar seine Muttersprache. Die Fischer, die ihn retteten, hatten Angst, die Behörden zu kontaktieren, da sie rechtliche Probleme befürchteten. Einer von ihnen nahm den Jungen auf und zog ihn wie seinen eigenen Sohn in einem kleinen, abgelegenen Dorf groß.

„Ich bin mit dem Wissen aufgewachsen, dass ich dort nicht hingehöre“, sagte der junge Mann und drückte die Hand seiner Mutter. „Ich habe immer von diesem Zimmer geträumt. Die blaue Tapete. Und diese Mütze.“
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Erst vor zwei Jahren, nach einem hohen Fieber, kehrten Bruchstücke seiner Erinnerung zurück. Ein Stadtname. Eine Straße. Die Gesichter seiner Eltern. Er sparte jeden Cent, den er auf dem Bau verdiente, um zurück in die Staaten zu reisen und dieses Haus zu finden.
